Emeute à Hambourg – juillet 2010

Nächtliche Krawalle im Schanzenviertel

ndr.de

25 07 2010

Im Hamburger Schanzenviertel hat es in der Nacht zum Sonntag gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und der Polizei gegeben. Wie die Polizei mitteilte, wurden dabei zwölf Beamte durch Flaschen- und Steinwürfe verletzt, drei weitere erlitten Rauchvergiftungen. Vorausgegangen war eine weitgehend friedliche Demonstration gegen Polizeigewalt. Um kurz vor Mitternacht kippte die Stimmung. Ausgangspunkt der Angreifer sei der linke Szenetreff « Rote Flora » gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Sie zertrümmerten die Scheiben der Sparkassenfiliale am Schulterblatt und legten kleinere Feuer. Auf dem Schulterblatt hatten sich bis zu 300 Linke versammelt, bis zu 150 zogen in Gruppen durch die umliegenden Straßen. Die Polizei, die wegen der Demonstration auch über Nacht vorsorglich mit 300 Beamten im Viertel war, nahm zwei Randalierer fest. Vier kamen vorübergehend in Gewahrsam, zudem gab es 14 Platzverweise. Gegen 5.30 Uhr beruhigte sich die Situation wieder.

800 Menschen demonstrierten zuvor friedlich

Bis 18 Uhr hatten rund 800 Menschen, rund die Hälfte davon nach Polizeiangaben sogenannte Autonome, an einem Demonstrationszug von den Landungsbrücken zum Schanzenviertel teilgenommen. Anlass war der neunte Todestag eines Demonstranten, der bei einer Veranstaltung gegen den G-8-Gipfel im italienischen Genua ums Leben gekommen war. Die Polizei begleitete den Zug mit etwa 1.100 Beamten. Zur Verstärkung waren mehrere Hundertschaften aus anderen Bundesländern angereist. Auch Wasserwerfer waren vor Ort. Zu der Demonstration hatten Aktivisten aus dem Umkreis der « Roten Flora » aufgerufen.

SPD kritisiert Innensenator

Andreas Dressel, Innenexperte der SPD-Bürgerschaftsfraktion, sieht die Krawalle als Folge des Versagens der Konzepte von Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU). Der Nachfolger des designierten Bürgermeisters trete ein schweres Erbe an. Die erste Bewährungsprobe werde das geplante Schanzenfest im September sein.

Krawalle im Schanzenviertel

focus.de

25 07 2010

In der Nacht zum Sonntag ist es in Hamburg zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und der Polizei gekommen. Insgesamt wurden bei den Krawallen 15 Polizisten verletzt, mehrere Personen wurden festgenommen.

Im Schanzenviertel in Hamburg ist es in der Nacht zu Sonntag zu heftigen Ausschreitungen zwischen Randalierern und der Polizei gekommen. Bei den Krawallen wurden zwölf Beamte von Flaschen getroffen und verletzt, drei weitere erlitten Verletzungen durch Rauchgas, sagte eine Sprecherin der Polizei auf DAPD-Anfrage.

Kurz nach 23.00 Uhr wurden den Angaben zufolge Böller auf die Straße geworfen und die Scheiben einer Sparkasse beschädigt. Rund 300 Personen der linken Szene hielten sich im Bereich des Szenekiezes Schulterblatt auf, etwa 150 davon zogen anschließend in Gruppen durch das Viertel. Polizeibeamte wurden dabei immer wieder mit Böllern, Flaschen und anderen Gegenständen beworfen.

Einige Stunden später hielten sich laut Polizei noch 60 Randalierer im Bereich des Schulterblatts auf. Insgesamt wurden zwei Personen wegen Verdacht auf Sachbeschädigung und Widerstand vorläufig festgenommen, vier weitere wurden in Gewahrsam genommen. Zudem erhielten insgesamt 14 Randalierer Platzverweise. Am frühen Sonntagmorgen hatte sich die Lage beruhigt.

Schwere Krawalle in Hamburg

tagesanzeiger.ch

25.07.2010

15 Polizisten wurden bei den heftigen Ausschreitungen in Hamburg verletzt. Die Randalierer hatten mehrere Autos in Brand gesetzt.

Bei den Krawallen im Hamburger Schanzenviertel wurden zwölf Beamte von Flaschen getroffen und verletzt, drei weitere erlitten Verletzungen durch Rauchgas, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Zudem wurden in der Nacht wieder mindestens sieben Autos an verschiedenen Orten in Brand gesteckt und brannten dadurch teilweise vollständig aus.

Kurz nach 23.00 Uhr wurden den Angaben zufolge Böller auf die Strasse geworfen und die Scheiben einer Sparkasse beschädigt. Rund 300 Personen der linken Szene hielten sich im Bereich des Szenekiezes Schulterblatt auf, etwa 150 davon zogen anschliessend in Gruppen durch das Viertel. Polizeibeamte wurden dabei immer wieder mit Böllern, Flaschen und anderen Gegenständen beworfen.

Einige Stunden später hielten sich laut Polizei noch 60 Randalierer im Bereich des Schulterblatts auf. Insgesamt wurden zwei Personen wurden wegen Verdacht auf Sachbeschädigung und Widerstand vorläufig festgenommen, vier weitere wurden in Gewahrsam genommen. Zudem erhielten insgesamt 14 Randalierer Platzverweise. Am frühen Sonntagmorgen hatte sich die Lage beruhigt. Wer für die in Brand gesetzten Fahrzeuge verantwortlich ist, war laut Polizeiangaben zunächst nicht bekannt.

SPD kündigt Senatsanfrage nach Vorfällen an

Aufgrund der Randale im Schanzenviertel und der nicht abreissenden Serie von Brandanschlägen auf Fahrzeuge hat der Hamburger SPD-Innenexperte Andreas Dressel ein Anfrage beim Senat angekündigt. «Die bittere Bilanz des Wochenendes unterstreicht vier Wochen vor dem Ende der Amtszeit des heutigen Innensenators, dass Christoph Ahlhaus bei vielen der innenpolitischen Baustellen gescheitert ist», sagte Dressel.

Der CDU-Politiker Ahlhaus will am 25. August als Nachfolger des zurückgetretenen Ole von Beust als neuer Bürgermeister kandidieren. Sein Nachfolger als Innensenator trete ein schweres Erbe an. «Das geplante Schanzenfest im September wirft seine Schatten voraus, schon jetzt kann man sagen: Das wird die erste Bewährungsprobe für den Ahlhaus-Nachfolger», fügte der SPD-Politiker hinzu.

Brennende Autos und Krawalle: Ahlhaus unter Druck

welt.de

26 07 2010

SPD-Chef Scholz: Innensenator hat Lage nicht im Griff – Elf Autos gingen in Flammen auf – 15 Beamte in der Schanze verletzt

von Per Hinrichs

Es war ein unruhiges Wochenende für Polizei und Feuerwehr: Erneut brannten Autos, erneut brachen in der Nacht zum Sonntag Krawalle in der Schanze aus – zwei schlechte Nachrichten auch für den Innensenator und designierten Hamburger Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU), der sich zudem mit erneuten Angriffen des SPD-Landeschefs und möglichen Herausforderers Olaf Scholz in genau diesen Punkten konfrontiert sah.

Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Randalierern wurden 15 Beamte leicht verletzt. Den Krawallen im Schanzenviertel vorausgegangen war eine Demonstration mit 800 Teilnehmern gegen angebliche Polizeigewalt und staatliche Repression, die am Sonnabend zunächst weitgehend friedlich verlaufen war.

Gegen 23.15 Uhr kippte im Bereich des Schulterblattes die Stimmung: Etwa 150 Randalierer bewarfen die Einsatzkräfte mit Böllern und Flaschen, zündeten Müllbeutel an und zertrümmerten die Scheiben der Haspa-Filiale. Die Polizei vermutet, dass die Angreifer aus der linken Szene stammten.

Den Angaben zufolge wurden zwölf Beamte von Flaschen getroffen und verletzt. Drei weitere wurden durch Rauchgas verletzt. Die Polizei nahm zwei Randalierer wegen des Verdachts der Sachbeschädigung vorläufig fest. Vier weitere Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Auch die Serie brennender Autos in Hamburg reißt nicht ab: In der Nacht zum Sonntag haben Unbekannte mehrere Fahrzeuge in Brand gesteckt. Insgesamt wurden elf Fahrzeuge zerstört oder schwer beschädigt. Im Stadtteil Hohenfelde gingen vier Autos komplett in Flammen auf, zwei weitere wurden durch die Hitze in Mitleidenschaft gezogen. Nur eine Stunde später zerstörte ein Feuer in Bahrenfeld drei Fahrzeuge komplett, zwei weitere wurden erheblich beschädigt. In beiden Fällen handelt es sich Polizeiangaben zufolge um Brandstiftung, von den Tätern fehlt jede Spur.

Beide Vorfälle sind Nahrung für eine Vorwahlkampfsstrategie, die der SPD-Landeschef Scholz eröffnet hat. Für ihn trägt Ahlhaus die Verantwortung für die Sicherheitslage in der Stadt. Scholz wirft ihm Versagen vor. « Die Bilanz von Herrn Ahlhaus als Senator ist schlecht. In Hamburg brennen Autos, es werden Polizisten angegriffen, es gibt eskalierende Gewalt unter Jugendlichen. Diese Gewalt bedroht viele und erschreckt die ganze Stadt. Auch mich persönlich erschreckt sie », sagte Scholz der « Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ». Als Innensenator habe Ahlhaus die Lage nicht im Griff.

Die Bilanz der CDU, die Hamburg seit neun Jahren regiert, ist nach Scholz’ Ansicht ohnehin schwach. « Wir haben in Hamburg die wirtschaftsfeindlichste Regierung seit 1946. Die Haushaltslage ist dramatisch, weil man das Geld für große Projekte hinausgeworfen hat, » sagte Scholz.

Gleichzeitig läuft es bei der nächsten Bürgerschaftswahl, die turnusgemäß im Februar 2012 stattfinden soll, auf einen Zweikampf zwischen Ahlhaus und Scholz als Herausforderer hinaus. Nach einer Umfrage des « Hamburger Abendblatts » würden sich bei einer Direktwahl 48 Prozent der Hamburger für Scholz entscheiden, nur 24 für Ahlhaus. 47 Prozent der Befragten sagten, dass sie Ahlhaus nicht kennen würden. Laut der Umfrage halten zudem 47 Prozent der Grünen-Anhänger Ahlhaus als Bürgermeister für ungeeignet.

Ahlhaus selbst will sich in den kommenden Wochen auf die Übernahme des Amtes vorbereiten und sich auch den Grünen mit seinen Vorhaben vorstellen. Der « Welt am Sonntag » sagte Ahlhaus, dass er ein « Bürgermeister zum Anfassen » sein wolle, « einer, der die Ärmel aufkrempelt. Etwas anderes würde man mir mutmaßlich auch nicht abnehmen. » Er bekenne sich ausdrücklich zu einer schwarz-grünen Koalition. per

~ par Alain Bertho sur 26 juillet 2010.

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