1 Mai : émeutes à Berlin et Hambourg

Schwere Ausschreitungen in Hamburg und Berlin

tagesschau.de

2 05 2010

Nach Demonstration linker Gruppen ist es am Abend in Berlin und Hamburg zu schweren Aussschreitungen gekommen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.

Kurz nach einer Demonstration linksextremistischer Gruppierungen durch die Berliner Bezirke Neukölln und Kreuzberg begannen in Berlin schwere Ausschreitungen. Aus dem sogenannten Schwarzen Block mit rund 600 größtenteils vermummten Randalierern flogen zahlreiche Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper auf die Polizisten.

Die Randalierer setzten Mülltonnen in Brand, Barrikaden wurden angezündet und Polizeiwagen demoliert. Anders als im Vorjahr versuchten die Sicherheitskräfte sofort, Störer zu greifen und die Menge auseinanderzutreiben. Mehrere Demonstranten und Polizisten wurden teils schwer verletzt, Krankenwagen waren im Einsatz. Über die genaue Zahl der Festnahmen lagen zunächst keine Angaben vor. Weitere Informationen beim RBB.

"Es hat sich hochgeschaukelt"

In Hamburg versammelten sich am Abend politisch links orientierte Gruppen im Stadtteil Altona zu einer Mai-Kundgebung unter dem Motto "Kapitalismus zerschlagen". In einem Protestzug zogen die rund 1500 Teilnehmer vom Bahnhof Altona ins Schanzenviertel. Einige Demonstranten bewarfen dort die Einsatzkräfte am S-Bahnhof Sternschanze mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern. Daraufhin löste die Polizei die Versammlung auf und setzte Wasserwerfer ein. "Es hat sich hochgeschaukelt", sagte ein Polizeisprecher.

Bankfilialen gestürmt

Eine Gruppe Vermummter versuchte, eine Sparkassenfiliale in der Nähe des linken Kulturzentrums Roten Flora zu stürmen und zerschlug Fensterscheiben. Eine Filiale der Deutschen Bank wurde ebenfalls angegriffen. Die Randalierer versuchten, das Gebäude in Brand zu stecken. Bei mehreren Geschäften im Viertel gingen ebenfalls Fensterscheiben zu Bruch, Autos wurden demoliert. Die Polizei riegelte am späten Abend das gesamte Schanzenviertel ab. Weitere Informationen beim NDR.

Bereits vergangene Nacht Ausschreitungen

Bereits in der Nacht zum 1. Mai war es in der Hansestadt zu Ausschreitungen gekommen. 17 Polizisten und ein Passant wurden nach Polizeiangaben verletzt. Rund 150 Demonstranten griffen Polizisten mit Flaschen und Steinen an, eine Bankfiliale wurde beschädigt. Ein Passant habe einen Stein an den Kopf bekommen und sei dadurch so schwer verletzt worden, dass er ins Krankenhaus musste, so ein Polizeisprecher. Neun Randalierer wurden vorläufig festgenommen.

May Day turns violent in Berlin

presstv.ir

Sun, 02 May 2010

May Day demonstrations have turned violent after police battle rioters in two German cities, using water cannons to drive back crowds of protestors.

In the capital Berlin, police tried to disperse hundreds of left-wing protesters in the west of the German capital late Saturday, as they set cars on fire and demolished police vehicles.

The eastern side of the city also saw clashes between anti-Nazi demonstrators and right-wingers.

In the port city of Hamburg, some 1,500 leftist radicals held a parade that continued into the early hours of Sunday. Police said the protestors vandalized banks, overturned parked cars and set them on fire.

It has become a ritual for leftists and rightists to engage in violent clashes with police and storm banks and shops on the May Day for more than a decade in Berlin and Hamburg.

Some 7,000 riot police were deployed to keep the two groups apart. Nearly 20 people were injured in those clashes. Police said they have made more than 250 arrests.

Last year’s May Day in Berlin was the most violent in a decade with hundreds of arrests and dozens of police officers injured. More than 400 cars were set ablaze in Berlin and Hamburg.

May Days have traditionally been an opportunity for workers and the left in general, to let off steam.

In many countries, it is synonymous with International Workers’ Day or Labor Day, a day of political demonstrations and celebrations organized by unions and other groups.

Nacht der Gewalt in Berlin und Hamburg

oe24.at

1 05 2010

Nach friedlichen Demos gegen Neonazis schlugen linksradikale Gruppen zu. N.

Im Anschluss an meist friedliche Demonstrationen gegen Neonazi-Aufmärsche in ganz Deutschland ist es am Samstagabend in Hamburg und Berlin erneut zu Ausschreitungen linksradikaler Gruppen gekommen. In beiden Städten fuhr die Polizei Wasserwerfer gegen die teils gewalttätigen Randalierer auf. Bis Mitternacht hatte sich die Lage beruhigt. Die Berliner Polizei zeigte sich in einer ersten Einschätzung zufrieden mit dem Einsatzverlauf

Nach einer zunächst friedlichen, sogenannten "revolutionären Mai-Demonstration" im Hamburger Schanzenviertel mit 1500 Teilnehmern wurden Einsatzkräfte mit Flaschen beworfen und Böller gezündet. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, um die Menge auseinanderzutreiben. Zudem plünderten die Randalierer einen Drogeriemarkt und verwüsteten mehrere Banken. Außerdem warfen sie Autos um und zündeten Barrikaden an. Bereits in der Nacht zum 1. Mai war es im Schanzenviertel zu Ausschreitungen gekommen, mindestens 18 Menschen wurden dabei verletzt.

Randale in Kreuzberg

Auch im Berliner Stadtteil Kreuzberg setzte die Polizei Wasserwerfer gegen gewalttätige Randalierer ein. Linksautonome hatten am Abend rund zwei Stunden lang wiederholt rund um den Spreewaldplatz Steine und Flaschen auf Polizisten geschleudert und Feuerwerkskörper abgeschossen. Ein Polizist wurde verletzt. Steinwürfe hagelte es auch gegen Einsatzfahrzeuge der Polizei. Anders als im Vorjahr stürmten die Einsatzkräfte schnell los, um Gewalttäter zu fassen. Auch Schlagstöcke wurden eingesetzt.

Neonazis

Untertags waren bereits 200 Neonazis festgenommen worden, die sich abseits der genehmigten Demonstrationsroute an der Einkaufsmeile Kurfürstendamm eingefunden hatten. Die Polizei kreiste sie ein und hinderte die Teilnehmer – darunter einige aus Spanien, Italien und Tschechien – am Weiterziehen. Die Festgenommenen wurden zu einer Sammelstelle gebracht.

Weit mehr als zehntausend Demonstranten haben sich am Samstag in mehreren deutschen Städten Aufmärschen von Neonazis entgegengestellt. Starke Polizeikräfte versuchten Zusammenstöße von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten zu verhindern. Mehrfach löste die Polizei Sitzblockaden auf. In Berlin wurde dabei auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) vom Boden hochgezogen und an den Straßenrand geführt.

Verletzte bei Ausschreitungen

Zeit.de

2 05 2010

In Berlin und Hamburg kam es in der Nacht zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Randalierern. In Hamburg brannten Autos, mehrere Menschen wurden verletzt.

Im Anschluss an meist friedliche Demonstrationen gegen Neonazi-Aufmärsche in ganz Deutschland haben sich Linksautonome und gewaltbereite Jugendliche in Berlin und  Hamburg Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. In beiden Städten warfen Randalierer nach Polizeiangaben am Samstagabend mit Steinen und Flaschen auf Beamte, im Laufe der Nacht beruhigte sich die Lage aber wieder. In den übrigen Städten Deutschlands registrierten die Polizeistationen keine größeren Ausschreitungen oder Randale.

In Hamburg errichteten die Randalierer der Polizei zufolge nach der Demonstration im Schanzenviertel mit mehreren hundert Teilnehmern brennende Barrikaden, auch Müllcontainer gerieten in Flammen. Mehrere Geschäfte sowie zwei Bankfilialen wurden beschädigt. Bei einem Drogeriemarkt wurden die Scheiben eingeschlagen, danach kam es dort zu Plünderungen. Nach Polizeiangaben wurden zunächst 21 Menschen vorläufig festgenommen, acht weitere wurden in Gewahrsam genommen. Fünf Polizisten sowie ein Feuerwehrmann wurden verletzt.

Gegen besonders gewaltbereite Gruppen setzten die Beamten nach Polizeiangaben zudem Schlagstöcke ein. Bereits in der Nacht zum 1. Mai war es im Schanzenviertel zu Ausschreitungen gekommen, mindestens 18 Menschen wurden dabei verletzt. Erst gegen 2 Uhr beruhigte sich die Lage. In diesem Jahr waren in Hamburg rund 1200 Beamte der Polizei Hamburg, der Bundespolizei und der Polizei Schleswig-Holstein im Einsatz.

Situation in Berlin

In der Hauptstadt konnte die Polizei am Sonntagmorgen dagegen noch keine detaillierten Bilanz ziehen. Die Polizei sprach jedoch von einer insgesamt friedlicheren Stimmung am 1. Mai als in den Jahren zuvor. Am Samstagabend war während der Konfrontationen auf den Straßen Berlins ein Beamter verletzt worden.

Im Berliner Stadtteil Kreuzberg rückte die Polizei auch mit Wasserwerfern gegen gewalttätige Randalierer an. Linksautonome hatten am Abend rund zwei Stunden lang wiederholt rund um den Spreewaldplatz Steine und Flaschen auf Polizisten und Einsatzfahrzeuge geschleudert und Feuerwerkskörper abgeschossen. Anders als im Vorjahr stürmten die Einsatzkräfte schnell los, um Gewalttäter zu fassen. Auch Schlagstöcke wurden eingesetzt. Im Jahr 2009 waren bei Ausschreitungen in Berlin fast 500 Polizisten verletzt worden.

Am Tage waren bereits 200 Neonazis festgenommen worden, die sich abseits der genehmigten Demonstrationsroute an der Einkaufsmeile Kurfürstendamm eingefunden hatten. Die Polizei kreiste sie ein und hinderte die Teilnehmer – darunter einige aus Spanien, Italien und Tschechien – am Weiterziehen. Die Festgenommenen wurden zu einer Gefangenensammelstelle gebracht.

Weit mehr als zehntausend Demonstranten hatten sich am Samstag in mehreren deutschen Städten Aufmärschen von Neonazis entgegengestellt. Starke Polizeikräfte versuchten Zusammenstöße von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten, darunter linke Autonome, zu verhindern. Mehrfach löste die Polizei Sitzblockaden auf. In Berlin wurde dabei auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) vom Boden hochgezogen und an den Straßenrand geführt.

In Berlin, wo es im vergangenen Jahr am 1. Mai die schwersten Krawalle seit Jahren gegeben hatte, versuchte die Polizei frühzeitig, Gewalttäter aus der Menge herauszuholen. Dabei setzten die Beamten Schlagstöcke ein. Es gab mehrere Festnahmen. Ein durch einen stumpfen Gegenstand am Rücken schwer verletzter Beamter musste ins Krankenhaus gebracht werden und blieb dort zunächst zur Beobachtung. Bei den Ausschreitungen im Anschluss an die Demonstration zum "Revolutionären 1. Mai" mit insgesamt rund 10.000 Teilnehmern wurden vereinzelt auch Mülltonnen angezündet. Es gab Festnahmen, Zahlen nannte die Polizei aber zunächst nicht.

Am Mittag hatten rund 10.000 Menschen im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg gegen einen dortigen Aufmarsch von 700 Rechtsextremen demonstriert. Durch Sitzblockaden wurde erreicht, dass sich der Marsch verzögerte und schließlich vorzeitig abgebrochen wurde. In der Nacht zum Samstag war es nach den Berliner Walpurgisnacht-Feiern nur vereinzelt zu Steinwürfen gekommen.

Blutige Straßenkämpfe

focus.de

2 05 2010

In Berlin und Hamburg haben sich Randalierer in der Nacht zum Sonntag Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Ein Polizist wurde schwer verletzt. Dennoch: Insgesamt eskalierte die Lage weniger als im Vorjahr.

Etliche Randalierer und Polizisten mussten nach Stein- und Flaschenwürfen in der Nacht zu Sonntag mit Platzwunden behandelt werden. Ein schwer verletzter Beamter wurde in Berlin ins Krankenhaus eingeliefert. Vermutungen, der Polizist sei durch einen Messerstich verletzt worden, dementierte ein Polizeisprecher. Vielmehr sei der Beamte durch einen stumpfen Gegenstand verletzt worden.

Die Polizei zog trotzdem eine positive Bilanz des Einsatzes in Berlin: Es sei deutlich ruhiger als im Vorjahr gewesen, sagte der Sprecher. Es gab zahlreiche Festnahmen. Am Samstagabend hatten die Ausschreitungen nach einer Demonstration linksextremistischer Gruppen mit rund 10 000 Teilnehmern in Kreuzberg begonnen.

Ströbele will schlichten

Aus dem Schwarzen Block mit rund 600 größtenteils vermummten Randalierern flogen zahlreiche Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper auf die Polizisten. Das konnte auch einer der prominentesten Teilnehmer nicht verhindern: Grünen-Politiker Christian Ströbele, der beruhigend auf die Demonstranten einredete und sich bis Mitternacht in seinem Wahlbezirk ein Bild von der Lage machte.

Polizei setzt Schlagstöcke ein

Die Randalierer setzten Mülltonnen in Brand, Barrikaden wurden angezündet und Polizeiwagen beworfen. Die Polizei reagierte jedoch schneller als im Vorjahr, trieb die Randalierer auseinander, setzte Pfefferspray und auch Schlagstöcke ein, griff gezielt einzelne Randalierer aus der Menge. Gegen 22.30 Uhr ließ die Polizei drei Wasserwerfer auffahren, die sie allerdings nicht anwarf. Gegen Mitternacht und damit deutlich früher als in den Vorjahren hatte sich die Lage in Berlin beruhigt.

Nachdem die Mai-Krawalle über die Jahre zwischenzeitlich abgeflaut waren, hatte es 2009 besonders heftige Ausschreitungen in der Hauptstadt gegeben. 470 Beamte waren verletzt worden, so viele wie noch nie. Seit 1987 kommt es in Berlin rund um den 1. Mai regelmäßig zu Gewaltausbrüchen.

Die Krawalle seien im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer ausgefallen, sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Eberhard Schönberg, dem Sender n-tv. Er führte dies auf den konsequenten Polizeieinsatz zurück. Gewaltausbrüche seien am Abend im Stadtteil Kreuzberg schnell unterbunden worden, sagte der GdP-Chef.

Hamburg: Randale im Schanzenviertel

In Hamburg hielten die Ausschreitungen bis zum Morgen an. Dabei wurden fünf Polizisten und ein Feuerwehrmann verletzt. Rund 30 Randalierer werden von der Polizei festgehalten. Nach einer zunächst friedlichen, sogenannten revolutionären Mai-Demonstration im Schanzenviertel mit 1500 Teilnehmern flogen Flaschen und Steine auf Einsatzkräfte, Böller wurden gezündet. Die Randalierer plünderten einen Drogeriemarkt, schlugen Scheiben von mehreren Geschäften ein und verwüsteten zwei Banken. Außerdem warfen sie Autos um und zündeten Barrikaden an. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, um die Menge auseinanderzutreiben.

Gewalttätige Mai-Randale in Berlin und Hamburg

Zeit.de

2 05 2010

Berlin/Hamburg (dpa) – Im Anschluss an meist friedliche Demonstrationen gegen Neonazi-Aufmärsche in ganz Deutschland ist es am Samstagabend in Hamburg und Berlin erneut zu Ausschreitungen linker Gruppen gekommen.

In beiden Städten fuhr die Polizei Wasserwerfer gegen die teils gewalttätigen Randalierer auf. Zwei Stunden nach Mitternacht hatte sich die Lage in beiden Städten jedoch im Großen und Ganzen beruhigt. In den übrigen Städten Deutschlands registrierten die Polizeistationen keine größeren Ausschreitungen oder Randale.

In Hamburg wurden bei den Zusammenstößen fünf Polizisten und ein Feuerwehrmann verletzt. Bis zum frühen Morgen wurden 21 mutmaßliche Randalierer fest- und 8 in Gewahrsam genommen. In der Hauptstadt konnte die Polizei am Sonntagmorgen dagegen noch keine detaillierten Bilanz ziehen. Am Samstagabend war während der Konfrontationen auf den Straßen Berlins ein Beamter verletzt worden. Die Polizei sprach jedoch von einer insgesamt friedlicheren Stimmung am 1. Mai als in den Jahren zuvor. 2009 waren bei Ausschreitungen in Berlin fast 500 Polizisten verletzt worden.

Brennende Autos und kaputte Scheiben in Hamburg

Nach einer zunächst friedlichen, sogenannten revolutionären Mai- Demonstration im Hamburger Schanzenviertel mit 1500 Teilnehmern wurden Einsatzkräfte mit Flaschen und Steinen beworfen und Böller gezündet. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, um die Menge auseinanderzutreiben. Zudem plünderten die Randalierer einen Drogeriemarkt, schlugen Scheiben von mehreren Geschäften ein und verwüsteten zwei Banken. Außerdem warfen sie Autos um und zündeten Barrikaden an.

Gegen besonders gewaltbereite Gruppen setzten die Beamten nach Polizeiangaben zudem Schlagstöcke ein. Bereits in der Nacht zum 1. Mai war es im Schanzenviertel zu Ausschreitungen gekommen, mindestens 18 Menschen wurden dabei verletzt.

Bis tief in die Nacht hatten die Einsatzkräfte in der Hansestadt alle Hände voll zu tun. «Das Schanzenviertel ist noch in Bewegung», sagte eine Sprecherin kurz nach Mitternacht. Anders als in den Vorjahren sei das Viertel diesmal im Ganzen von der Randale betroffen. Erst gegen 2 Uhr beruhigte sich die Lage. In diesem Jahr waren in Hamburg rund 1200 Beamte der Polizei Hamburg, der Bundespolizei und der Polizei Schleswig-Holstein im Einsatz.

Wasserwerfer und Schlagstöcke in Berlin

Auch im Berliner Stadtteil Kreuzberg rückte die Polizei mit Wasserwerfern gegen gewalttätige Randalierer an. Linksautonome hatten am Abend rund zwei Stunden lang wiederholt rund um den Spreewaldplatz Steine und Flaschen auf Polizisten geschleudert und Feuerwerkskörper abgeschossen. Ein Polizist wurde verletzt. Steinwürfe hagelte es auch gegen Einsatzfahrzeuge der Polizei. Anders als im Vorjahr stürmten die Einsatzkräfte schnell los, um Gewalttäter zu fassen. Auch Schlagstöcke wurden eingesetzt.

Am Tage waren bereits 200 Neonazis festgenommen worden, die sich abseits der genehmigten Demonstrationsroute an der Einkaufsmeile Kurfürstendamm eingefunden hatten. Die Polizei kreiste sie ein und hinderte die Teilnehmer – darunter einige aus Spanien, Italien und Tschechien – am Weiterziehen. Die Festgenommenen wurden zu einer Gefangenensammelstelle gebracht.

Weit mehr als zehntausend Demonstranten haben sich am Samstag in mehreren deutschen Städten Aufmärschen von Neonazis entgegengestellt. Starke Polizeikräfte versuchten Zusammenstöße von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten, darunter linke Autonome, zu verhindern. Mehrfach löste die Polizei Sitzblockaden auf. In Berlin wurde dabei auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) vom Boden hochgezogen und an den Straßenrand geführ

13 ans d’émeutes à Keuzberg

Chronik der Krawalle

morgenpost.de

Sonntag, 2. Mai 2010 03:14

1987 In Kreuzberg kommt es für zwölf Stunden zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen 900 jungen Menschen und der Polizei, welche sich im Steinhagel zeitweise völlig zurückzieht. Geschäfte werden geplündert, Autos angezündet, 245 Polizisten verletzt.

1988 Rund 6000 Menschen demonstrieren in Kreuzberg. Auf dem Lausitzer Platz kommt es zu Ausschreitungen, die schlimmer sind als im Jahr zuvor.

1989 Der erste rot-grüne Senat versucht, die Situation zu entschärfen, und löst die politische Abteilung der Staatsanwaltschaft auf. An der Demonstration nehmen 10 000 Menschen teil, es gibt wieder Krawalle. 346 Polizisten werden verletzt.

1991 Die Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration zieht in den früheren Ostteil der Stadt. In Friedrichshain kommt es zu Krawallen.

1992 Nach der Demonstration im Ostteil der Stadt im Jahr zuvor gehen die Menschen wieder in Kreuzberg auf die Straße. Auch in den kommenden Jahren beteiligen sich meist zwischen 8000 und 15 000 Menschen an den Demonstrationen. Es bleibt in keinem Jahr friedlich.

1999 Die Polizei führt ein neues Präventionskonzept ein. Dennoch kommt es wieder zu Ausschreitungen in Kreuzberg.

2001 Innensenator Eckart Werthebach (CDU) verbietet eine geplante NPD-Demonstration und erstmals die Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration. Das Verbot des NPD-Aufmarsches wird gerichtlich aufgehoben. Trotz eines Rekordaufgebotes von 9000 Polizisten gibt es Krawalle.

2002 Ungeachtet einer Deeskalationsstrategie der Polizei kommt es zu massiven Ausschreitungen. 101 Beamte werden verletzt und 158 Randalierer festgenommen.

2003 Am 1. Mai und in der Walpurgisnacht werden 175 Polizisten zum Teil durch Steinwürfe verletzt. Mehrere Autos gehen in Flammen auf. Es gibt 196 Festnahmen.

2004 Am Rande einer NPD-Demonstration gibt es in Lichtenberg schwere Ausschreitungen linker Gegendemonstranten. 348 Randalierer werden festgenommen.

2005 Am 1. Mai kommt es vereinzelt zu Ausschreitungen. Linksradikale Gruppen sagen ihre Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration erstmals aus Protest gegen Auflagen der Polizei ab.

2006 Die Polizei setzt ihr Konzept der "ausgestreckten Hand" fort. Die Ausschreitungen fallen laut Sicherheitsbehörden nicht heftiger aus als im Vorjahr.

2007 5000 Polizisten sind im Einsatz. 115 Randalierer werden in der Nacht zum 1. Mai festgenommen, 130 Polizisten verletzt.

2008 Die Nacht des 1. Mai ist weniger gewalttätig als früher. 162 Menschen werden festgenommen, 103 Polizisten verletzt.

2009 Linksautonome und unpolitische Randalierer liefern sich eine viel stärkere Straßenschlacht als in den Vorjahren. 479 Polizisten werden verletzt. 289 Randalierer werden in der Nacht des 1. Mai festgenommen, zusammen mit der Walpurgisnacht kommt die Polizei auf 346 Festnahmen.

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~ par Bertho Alain le 2 mai 2010.

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